Wenn es in der Beziehung ständig kracht – Was steckt dahinter und wie findet man wieder zueinander?

Wenn es in der Beziehung ständig kracht – Was steckt dahinter und wie findet man wieder zueinander?

Wenn sich Paare zu oft und destruktiv streiten, entsteht eine Dauerschleife aus Missverständnissen und Vorwürfen - Gibt es einen Ausweg?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass unser Verhalten mehr damit zu tun hat, was wir vom Partner erwarten als damit, was der Partner tatsächlich tut. Durch die wiederholt unerfüllten Erwartungen an den Partner staut sich auf Dauer immer mehr Frust auf, der irgendwann nicht mehr zurückhalten werden kann. Dann bricht er heraus und der von dieser Heftigkeit überraschte Partner reagiert darauf meist mit Unverständnis, Rechtfertigungen und einem Gegenangriff. In der Regel also genau so negativ, wie es von dem enttäuschten Partner erwartet wurde. Dadurch wird das negative Bias bestärkt, d.h. die negativen Erwartungen an die Situation werden vom Partner bestätigt. Das Gleiche geschieht übrigens spiegelbildlich beim Partner – und die Beziehung wird immer festgefahrener.

Kann man mit einem positiven Bias im Vorhinein Streit vermeiden?

Kann eine positive Grundeinstellung gegenüber dem Partner eingenommen werden, also ein positiveres Bias, können viele Konfliktsituationen besser gelöst werden. Denn weniger wichtig ist, was man im Streit macht. Viel wichtiger ist, was man davor und dazwischen macht. Je mehr Wertschätzung ich dem anderen entgegenbringe, desto mehr wird er sich als angenommener Partner fühlen. So wird es auch leichter auftretende Konflikte zu lösen.

Es geht also um die Wertschätzung in der Partnerschaft!

Was aber, wenn es doch zu einem destruktiven Streit mit Wutausbrüchen und Beleidigungen kommt? Wenige Menschen wollen bewusst beleidigen. Es ist nicht Ihr Wunsch den Partner zu verletzen, aber meist können Sie es nicht anders. Warum? Weil so viel angestaute Wut und unerfüllte Erwartungen dahinterstehen. Auch hier kann man mit Wertschätzung entgegenwirken: Je mehr ich mich vom Partner in den Zeiten zwischen den Streits bestätigt fühle, desto weniger wird es mir in den Sinn kommen, ihn zu verletzen und zu beleidigen.

Fehlende Wertschätzung in der Partnerschaft zerstört die Liebe. Auf beiden Seiten. Wir wollen gesehen werden und das Gefühl haben, vom anderen richtig verstanden zu werden. Ist sogar Ablehnung da, wirkt das wie ein Schlag ins Gesicht und schafft tiefe Verletzungen. Dann ziehen wir uns zurück oder gehen zum Angriff über, weil wir kein Vertrauen spüren und weitere Verletzungen vermeiden wollen.

Was kann man tun, wenn es ungewollt doch zu Beleidigungen und Verletzungen während eines Streits gekommen ist?

Viel effektiver als sich mit Worten zu entschuldigen ist eine Entschuldigung im Verhalten dem Partner gegenüber, wenn dieses Verhalten genau das Gegenteil der ungewollten Beleidigung aussagt. Wenn man sich mit seinen Handlungen entschuldigt, ist es sehr viel effektiver und stabilisiert zudem die Beziehung.

Wertschätzung ist mehr als Lob!

Oft loben wir Handlungen unseres Partners, beispielsweise, dass er zum Wertstoffhof gefahren ist, die Steuerklärung erstellt oder ein gutes Essen gekocht hat. Wenn wir jedoch Wertschätzung zeigen wollen, müssen wir uns dabei auf die Person /die Persönlichkeit unseres Partners oder unserer Partnerin beziehen. Die Art, wie nur er oder sie ist.

Wer nur gelobt wird fühlt sich austauschbar. Andere Menschen könnten das, was er tut, genauso oder ähnlich tun. Wertschätzung geht viel tiefer. Wie das Wort schon sagt: es geht um den WERT, den Sie für jemand darstellen – als ganzes Wesen.

Echte Wertschätzung in der Beziehung stärkt die Liebe!

Wer sich wertgeschätzt und respektiert fühlt, fühlt sich von seinem Partner/seiner Partnerin angenommen und mit ihm/ihr verbunden.

Aber wie kann ich meinem Partner mehr Wertschätzung zeigen damit er/sie und auch ich mich selbst besser fühle?

Halten Sie bewusst einmal am Tag eine Minute lang eine Situation fest, in der eine gegenseitige Wertschätzung stattgefunden hat. Fangen Sie an, sich wieder auf das Positive zu konzentrieren. Es kann irgendeine Kleinigkeit sein, die schön war. Wenn die Partner sich zusätzlich regelmäßig über diese Momente der Wertschätzung austauschen, stärkt das die Basis ihrer Beziehung, auf der sich jegliche Differenz schneller lösen lässt.

Darüber hinaus schafft diese Übung Dankbarkeit. Dankbarkeit für den Partner, die Beziehung und die kleinen und großen schönen Momente im Leben. Diese Achtsamkeit erfüllt und schafft ein tiefes und anhaltendes Glücksgefühl.

Agieren statt reagieren – das macht den Unterschied

Wenn wir nur reagieren statt zu agieren, machen wir uns vom Verhalten des Partners/der Partnerin abhängig. Wenn der andere zugewandt und liebevoll ist, geht es uns gut. Reagiert er aber distanziert oder kritisch oder zeigt gar Ablehnung, lassen wir uns davon herunterziehen und geraten in eine Abwärtsspirale. Bis dazu, dass wir dem Partner/der Partnerin die Schuld an der eigenen schlechten Befindlichkeit geben. Damit begeben wir uns in eine Opferhaltung.

Menschen, die agieren, gestalten dagegen ihre Partnerschaft aktiv selbst und verhindern damit sich über längere Zeit vom Verhalten ihres Partners/ ihrer Partnerin beeinflussen zu lassen.

Die Devise lautet also: Initiative zeigen, wenn Sie sich mehr Wertschätzung in Ihrer Beziehung wünschen.

Damit ist nicht nur gemeint, dass Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin mitteilen wie es Ihnen geht, welche Bedürfnisse Sie haben oder was Sie sich von ihm wünschen.

Wenn wir uns etwas von unserem Partner/unserer Partnerin erhoffen oder erwarten, vergessen wir nämlich häufig selbst, das zu tun, was wir uns wünschen. Des geschieht meist gar nicht bewusst, aber wir sind somit unseren eigenen Bedürfnissen beschäftigt, dass wir die des Partners/der Partnerin einfach vergessen.

Stellen Sie sich doch einmal folgende Fragen:

  • In welchen Situationen bin ich meinem Partner/meiner Partnerin gegenüber wertschätzend?
  • Wie offensichtlich ist meine Wertschätzung für meinen Partner/meine Partnerin? Bemerkt er/sie diese überhaupt?
  • Was müsste ich anders machen, damit die Wertschätzung vom anderen (noch deutlicher) wahrgenommen werden kann?

Wertschätzung ist ein bedeutender Teil der Beziehungspflege. Ohne sie verkümmert eine Partnerschaft schleichend, ohne dass die Partner das sofort bemerken. Die Liebe vergeht.

Wie sieht das in Ihrer Beziehung im Einzelnen aus?

  • Wo geben Sie selbst Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin Wertschätzung?
  • Ist das die Wertschätzung die sich Ihr Partner/ Ihre Partnerin wünscht?
  • Welche Wertschätzung könnten Sie dem anderen zusätzlich entgegenbringen um seine Bedürfnisse bestmöglich zu erfüllen? Wann, wo und durch welches Verhalten genau?
  • Auf welche Art werden Sie in Ihrer Beziehung anerkannt und wertgeschätzt?
  • Worin genau zeigt sich das?
  • Welche Bedürfnisse werden dadurch bei Ihnen erfüllt?
  • Welche guten Gefühle entstehen daraus?
  • Welche Form der Wertschätzung fehlt Ihnen? Und wie könnten Sie das konstruktiv ansprechen?

Die Wertschätzung die Sie Ihrem Partner / Ihrer Partnerin schenken, kommt auf vielfältige Weise zu Ihnen zurück

  • Sie richten den Fokus auf das, was in der Partnerschaft funktioniert, auf den ‚Wert‘ Ihres Partners und was Sie an Ihm ‚schätzen‘, statt auf die Probleme in der Beziehung oder die Schwächen des anderen. Diese Sichtweise geht in der Hektik des Beziehungsalltags häufig unter – und in einer Krise ganz besonders.
  • Sie machen sich selbst (wieder) bewusst, was Sie am anderen lieben und wie wichtig Ihnen Ihre Beziehung ist.
  • Wenn Sie selbst den Wert Ihrer Beziehung erkennen, dann sorgen Sie auch dafür, dass die Liebe bleibt.
  • Sie empfinden Dankbarkeit für Ihre Partnerschaft. Und Dankbarkeit ist ein Kriterium für Glücksempfinden – im Allgemeinen und erst Recht in einer Partnerschaft oder Ehe. Wert zu schätzen und wertgeschätzt zu werden macht also glücklich.
  • Wenn Sie selbst glücklich sind, dann strahlen Sie dies auch aus und lachen sich (im wahrsten Sinne des Wortes) den anderen an. Das steigert nicht nur Ihre gefühlte Attraktivität, sondern auch Ihre Anziehungskraft auf Ihren Partner/ Ihre Partnerin.

Letztendlich sorgen wir mit Wertschätzung in der Partnerschaft dafür, dass wir als Paar ein gutes Team sind – und das ist die Voraussetzung für eine glückliche Langzeitbeziehung.

Fehlende Wertschätzung in der Beziehung: Wie Sie eventuell auch selbst dazu beitragen!

Ja Sie lesen richtig: Vielleicht verhindern Sie selbst das Ihr Partner/Ihre Partnerin Ihnen Wertschätzung entgegenbringt, und das sogar ganz aktiv. Wie? Mit diesen 3 „Wertschätzungsverhinderern“:

  1. Einer Anerkennung des Partners/der Partnerin keine Beachtung schenken, sie zurückzuweisen oder das, was wertgeschätzt wurde, klein machen
    (obwohl Sie sich die Anerkennung doch wünschen): „War doch nicht der Rede wert“ oder „So toll ist es doch gar nicht“. Das tut Dir nicht gut! Zunächst werden Sie noch ein „Doch!“ von Ihrer Partnerin/ Ihrem Partner hören – mit der Zeit verliert sie oder er aber die Freude daran. Also reagieren Sie doch lieber mit einem „Danke” oder “Freut mich” und freuen sich darüber.
  2. Den anderen nicht nach Zuwendung und Anerkennung fragen, auch wenn Sie diese gerade dringend bräuchten.
    Besser: Sorgen Sie für sich und bitten Sie um eine Rückmeldung.
  3. Eine Anerkennung nicht zurückweisen, auch wenn Sie diese nicht wollen.
    Manchmal empfindet man eine Äußerung des Partners/der Partnerin vielleicht nicht als ehrlich, oder fühlt sich möglicherweise sogar manipuliert. Ein Satz wie „Du kannst die Spülmaschine einfach viel besser einräumen als ich“ muss von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin aber gar nicht manipulativ gemeint sein. Aber: Wenn eine Aussage Sie nicht wirklich freut, vielleicht sogar negativ ankommt, weisen Sie den Anderen darauf hin, fragen Sie nach und erklären Sie es ihm oder ihr.

Wenn wir Wertschätzung verhindern, hat das häufig etwas mit mehr oder weniger unbewussten negativen Glaubenssätzen zu tun, wie “Ich bin es nicht wert geliebt zu werden” oder “Ich bin nicht gut genug”.

Um solche schädlichen Gedanken, welche die Beziehung verschlechtern zu identifizieren, bedarf es meist professionelle Unterstützung. Das Ziel ist es, die negativen Einstellungen sich selbst gegenüber zu erkennen um diese destruktiven Glaubenssätze loslassen zu können und damit etwas zu verändern. Hier kann sowohl die Holistische Psycho-Kinesiologie als auch die Schema-Therapie/das Schema-Coaching eine sehr effektive Methode sein genau diese negativen Glaubenssätze aufzudecken und zu verändern. Wertschätzung fängt bei Ihnen selbst an, seien Sie sich diese positive Veränderung ‚Wert‘ und ‚schätzen‘ Sie sich selbst.

Fehlende Wertschätzung in der Partnerschaft macht mutlos und unglücklich. Ein Blick von außen hilft oft dabei, sich mehr Klarheit zu verschaffen und wieder neue Möglichkeiten zu finden. Ein Coaching mit dem Blick auf Ihre Beziehung, eine Einzel- oder eine Paartherapie zeigt Ihnen wieder einen Weg, denn auch Therapie kann Beziehungspflege sein.

 

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